Warum wird man DJ? Wie wird man DJ? Was sind die ersten Schritte? Wie entstehen DJ-Namen? Wie bekomme ich ein Booking und welche Gage kann ich verlangen?

 Heute beschreiben vier talentierten DJs aus Nürnberg Ihren Einstieg in das DJ-Game. 

Dabei beantworten sie gängige Fragen von DJ-Einsteigern und berichten von eigenen Fehlern in der Anfangsphase.

  • DJ Keibach, Michi 26 Jahre Alt aus Schwabach, Resident DJ Flash Erlangen
  • DJ 3 Sixty, Chris 29 Jahre Alt aus Veitsbronn, Resident DJ Flash Erlangen und im Gemein und Gefährlich in Nürnberg
  • DJ M-Skillz, Marc 24 Jahre Alt aus Nürnberg, Resident DJ im Paisley Erlangen
  • DJ Crunx, Marco 24 Jahre Alt aus Bugthann, Resident DJ im Flash Erlangen und im Rosi Schulz Nürnberg

1. Antrieb und Motivation

Warum wird man eigentlich DJ? Eine Interessante Frage, welche Motivation steckt für dich hinter solch einem Entschluss? Welchen Antrieb hast du? DJ werden zu wollen ist keine Entscheidung, die man mal eben so trifft. Der eine bekommt auf der Homeparty oder auf dem Beifahrersitz die Verantwortung für die Spotify Track Auswahl, der andere wird durch den Besuch von Festivals oder Clubbesuchen inspiriert oder man arbeitet bereits in der Szene und wird angesteckt.

Eins ist klar die Wege sind meist sehr unterschiedlich, allerdings verbindet uns alle eins.

2. Der Start

Die Jungs starteten mit CDs, Controllern oder direkt mit Plattenspielern. Denn klar ist, nicht jeder hat im vornherein die finanziellen Mittel sich die volle Ausstattung zu kaufen

Marco Aka Dj Crunx hat sich von seinem Vater zum 17 Geburtstag einen DJ Controller schenken lassen, nachdem er auf einer privaten Party zum musikverantwortlichen ernannt wurde, entdeckte er die Leidenschaft für sich. Konträr hierzu hat sich Chris aka DJ 3-Sixty vor drei Jahren durch die Vibes auf verschieden Festivals angesteckt und sich im Anschluss dazu entschieden sich mit dem Djing näher zu beschäftigen.

So unterschiedlich der Antrieb, so unterschiedlich auch der Startpunkt für jeden einzelnen. Egal ob du jugendliche(r) oder gestandener Erwachsener bist, Musik kann jeden erreichen.

Vielleicht kennst du ja bereits einen DJ oder Bekannten, bei du dich etwas ausprobieren kannst. Du kannst auch größere Musikgeschäfte, mit einer DJ Abteilung besuchen, um zu sehen, ob dir das Djing tatsächlich Spaß machst.

Checke hierfür aufjeden Fall das Video, FAQ, mit „welchem DJ Equipment solltest du Starten“?

Du hast dich entschieden DJ zu werden? Top! Dann haben wir folgend ein paar Tipps für dein Start Equipment

Für den Start brauchst du dir keinen 3000,00 Euro Laptop zulegen, hier ist nach unserer Abschätzung ein Rechner mit 8 GB RAM und 100-250 GB Speicher vorerst ausreichend.

Ein weiterer Faktor für die Entscheidung deiner Hardware, ist die DJ-Software mit der du auflegen möchtest. Traktor, Serato und Rekordbox sind die bekanntesten und gängigsten Systeme, wobei unsere vier obengenannten Jungs alle mit Serato Dj Pro auflegen.

Um dementsprechend auflegen zu können, benötigst du natürlich auch die passende Musik.Du kannst hier auf die gängigen Anbieter „iTunes“ oder „Amazon“ zurückgreifen, dies ist allerdings sehr kostenintensiv und nicht auf DJs zugeschnitten.

Alternativ hierzu, gibt es sogenannte Recordpools, bei denen du für einen monatlichen Beitrag, eine Anzahl an Songs herunterladen kannst. Egal ob aktuelle Charts, Klassiker, Remixe oder Edits, je nach Recordpool. Am besten Informierst du dich diesbezüglich mal via YouTube über die Unterschiede und was dir am besten zusagt. 

3. DJ Schulen

Bei vielen Anfängern kommt der Moment, wo man selbst keinen Fortschritt mehr erkennt oder wo sie kurz vor dem Verzweifeln sind. Du schaust dir Videos von den großen Technik DJs an, hörst Mixtapes oder siehst diese live im Club und ärgerst dich über dich selbst.

Warum bekomme ich die Übergänge nicht so hin? Warum hört sich das nicht so gut an?

Ganz einfach, richtiges mixen muss man lernen. Solltest du dich genau in solch einer Situation befinden, könntest du den Besuch einer DJ Schule in Erwägung ziehen.

Hier werden dir die Grundlagen und das Musikverständnis beigebracht. Von Verkabelung der Hardware, über Grundeinstellung der DJ-Software, bis hin zum Creative Mixing.

4. “Mein Tanzbereich”

Grundlegend solltest du dir die Frage stellen, in welche Richtung du als DJ gehen willst.

Du hast auf der einen Seite die Möglichkeit dich auf den Hochzeits- und Event Markt zu spezialisieren oder in das Nachtleben einzutauchen.Je nachdem wie du dich entscheidest, passt sich deine Musik Bibliothek dementsprechend an.

5. Dein DJ-Name

Ein Thema bei dem sich die Geister scheiden. DJ Keibach hatte es hier relativ einfach. Durch seine vergangene „Profi Fußballkarriere“ bei der DJK Eibach war der Name schnell geboren.

DJ M-Skillz wollte den ersten Buchstaben seines Vornamens Marc mit einbinden. Das Wort „Skillz“ hat er auf einem Plakat beim Autofahren entdeckt und mit dem „M“ kombiniert.

Versuche eine persönliche Verbindung oder eine Story zu deinem DJ Namen zu bekommen.Die ersten zwei Buchstaben deines Vornamens + die deines Nachnamens?!Vielleicht gibt es aber auch einfach ein cooles Wort, wo das DJ gut davor passt.

Kleiner Tipp: Prüfe im Anschluss den Namen in Google und auf den sozialen Plattformen, ob er bereits existiert.

Du solltest dich mit dem Namen identifizieren können und dich dabei wohl fühlen. Und glaube uns, wenn wir dir sagen, die meisten DJs haben die Befürchtung er klingt komisch oder könnte nicht der richtige für einen sein.

6. Praxis

Geh raus, in die Clubs deiner Stadt, rede mit dem Personal aus dem Nachtleben, höre den anderen DJs zu und frage sie, ob du ihnen über die Schulter schauen darfst. Solange du höflich nachfragst, wird dich im Normalfall keiner abweisen – trau dich! Schreibe andere DJs (wir betonen es bewusst erneut) höflich in den sozialen Medien an und stelle dich vor. Kommuniziere klar, dass du ein Newcomer bist und frage, ob du Ihn mal begleiten darfst. Verlange nichts dafür! Du bekommst sicher zur richtigen Zeit die Chance dich zu beweisen.

Schreibe dir durchaus den ein oder anderen Track auf, der zu gewissen Uhrzeiten gespielt wird, um ein Feeling von einem Clubabend zu bekommen.Übe fleißig zu Hause und spiele deine Ergebnisse deinen Freunden oder deiner Familie vor.Ziel muss es nach einer gewissen Zeit sein, im Club ein WarmUp, bis hin zu einem ganzen Abend spielen zu dürfen. Deswegen, tanze nicht auf zu vielen Hochzeiten. Sei loyal, suche dir einen oder zwei Mentoren und rede niemals schlecht über deine Kollegen!

Deine Mentoren werden dir mit gewissem Engagement mehr und mehr Spielzeit geben – bleib also entspannt.

7. Die Gage

Durch die Heranführung deiner Mentoren, bis zu deinem eigenen Booking stellt sich nun die Frage der Bezahlung. Vergiss nicht, du bist immer noch Newcomer und kannst nicht den Preis eines Hardwells oder Robin Schulz verlangen. Meistens wird beim ersten Gig nicht über die Gage verhandelt. Viele Clubs haben eine gewisse Grundgage, die Sie bezahlen. Also liefere ab und bei 150-250€ solltest du auf jeden Fall vorerst zufrieden sein. Auch hier gilt der Vorsatz, erstmal in Vorleistung zu gehen. Nachdem du dich bewiesen hast und mehrere erfolgreiche Abende gespielt hast, kann über die Gage verhandelt werden.

Frage hier im Notfall bei deinem Mentor nach Erfahrungen.

8.Tipps für Newcomer

Hier noch einmal ein paar Tipps von unseren DJs

  • Durchhalten, weiter machen und nicht aufgeben, es wird nicht alles von vornherein glatt laufen.
  • Setze dir ein großes Ziel mit mehreren kleinen Etappenzielen (Meilensteine), um dein Ziel nicht aus dem Auge zu verlieren und dich immer wieder selbst zu überprüfen
  • Sei zuverlässig, höflich und respektvoll
  • Sei offen für neue Kontakte

Und das wichtigste habe Spaß!!!

Step by Step!

 

DJ 3SIXTY

DJ KEIBACH

DJ CRUNX

DJ M-SKILLZ